Krippenwanderung in Brühl

Bericht und Fotos: M.L. Giertz

Am Sonntag den 13. Januar 2019 folgten, trotz angekündigten Regenwetters,  15 Wanderer der Einladung unseres Wanderführers Reinhard Osten und machten sich auf den Weg nach Brühl  zum „Kreppche luure“. Mit dem Bus ging es bis Badorf. Unser Ziel war hier die einzigartigen Milieu-Krippe in der Jakobuskirche. Um die heilige Familie sind statt den üblichen Hirten, Szenen der Geschichte  des Dorfes zu sehen, die an die Zeiten des Braunkohleabbaus, des Weinanbaus und des Töpferns erinnern. Die sehr anschauliche und interessante Führung informierte uns auch über die Geschichte der Jacobus Kirche und den Erbauer der Krippe, Pfarrer Vielhauer, der auch als Figur in dieser Krippe seinen Platz  gefunden hat.

Eine kleine Wanderetappe im strömenden Regen führte uns zur Kirche St. Severin in Schwadorf. Hier hatten wir Gelegenheit, eine wunderschöne „Lita Mertens Krippe“ zu betrachten. Anmut und Liebreiz und das innige Lächeln der Figuren der bedeutenden Kölner Krippenkünstlerin, haben uns begeistert.

Anschließend fuhren wir, nachdem wir uns in der gut geheizten Kirche von St. Severin aufgewärmt hatten,  mit der KVB Linie 18 nach Brühl-Mitte.  Dort besuchten wir als erstes die orientalische Krippe in der Schlosskirche „Maria von den Engeln“ und bewunderten die neuen, prachtvoll ausgestatteten Krippenfiguren aus dem Grödnertal in Südtirol, die erstmalig  dort zu sehen waren.

Da wir gut in der Zeit waren, entschloss sich unser Wanderführer zu einem spontanen Besuch der griechisch orthodoxen Kirche in Brühl.  Wir hatten Glück und wurden eingelassen, da die Kirchengemeinde dort ihr sonntägliches Treffen veranstaltete. Nach einer genauso spontanen Führung von Seiten der Gemeinde durch die prachtvolle Kirche und vielen neuen Informationen  über die griechisch orthodoxe Religion, ging es weiter zur Kirche St. Margareta, wo uns eine Krippenführung erwartete.

Zwei Mitglieder der Gemeinde zeigten uns dort die aufwendig und mit einem Sternenhimmel ausgestattete Krippenlandschaft mit den über einen Meter großen Wachsfiguren und Tieren, die in verschiedenen Szenen zusammen gestellt waren. Sie erklärten uns auch die Konstruktion und wie schwierig es sei, Ersatz für diese aus dem 19. Jahrhundert stammenden Figuren zu bekommen.

Alle freuten sich nach diesem kalten Regentag auf die Einkehr im „Brauhaus am Brühler Bahnhof“. Und es war genauso, wie wir es uns unterwegs gewünscht hatten. Es war warm und trocken, wir hatten einen separaten Raum für uns und das Essen war reichlich und lecker. Außerdem konnten wir noch drei Vereinsmitglieder begrüßen, die sich in St. Margareta zu uns gesellt hatten und uns gerne ins Brauhaus begleiteten. Die Stimmung war super und wir genossen die Atmosphäre und den Service dieses schönen Brauhauses.

Am Schluss des Wandertages waren sich alle einig: Ein großes Dankeschön an unseren Wanderführer für die Planung dieses „Brühler Krippensonntags“  und gut, das wir trotz des Regens mitgegangen sind, wir hätten sonst wirklich was verpasst.

 

Eingestellt am 20.01.2019   Gi